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Tuesday, 30 July 2019

Ministrantenfreizeit 2019 in Regensburg

Samstag, 27. Juli:
Noch liegt sie still und friedlich da, die Jugendherberge... 
Bei unserer Ankunft am späten Vormittag sind die Zimmer natürlich noch nicht frei, drum gehen wir gleich mal runter zum Bolzplatz an der Donau. 
Klimmzüge allein... 
… und mit Unterstützung! 
Weiter geht's in die Altstadt. Am nagelneuen Museum für Bayerische Geschichte führt kein Weg vorbei. Ein wirklich praktischer Treffpunkt! 
König Vinzenz I. von Bayern. 
Warten auf die Domführung. Wir sind noch keinen halben Tag hier und schon werden die Beine schwer in dieser Hitze! 

In zwei Gruppen aufgeteilt erkunden wir den Dom St. Peter: Links diejenigen, die eine einstündige humorfreie Geschichtsvorlesung mit italienischem Akzent über sich ergehen lassen mussten. Rechts die glücklichere Hälfte, deren Führung mehr auf Kinder abgestimmt war.
Die Körpersprache auf dem Foto spricht Bände!

Der Deife. 
Beim Bau der gotischen Kathedrale ab 1275 wurde ein Turm des alten, romanischen Domes als Kran benutzt (Ja richtig, ich war bei der geschichtsträchtigen Führung dabei.) Als Erinnerung hat man den "Eselsturm" dann stehenlassen.
So, genug gelernt für heute! Pünktlich zur Raubtierfütterung sind wir zurück in der Jugendherberge. Trotz der Warnung an der Wand ("Es gibt nichts, was jedem gefällt") war beim Essen immer für jeden etwas dabei.

Nach dem Abendessen müssen wir uns noch ein bisschen austoben. 


Und Türschilder brauchen wir noch, damit jeder weiß, wer in welchem Zimmer wohnt.
Man beachte die kreativen Gruppennamen! Zum Vergrößern einfach das Bild anklicken.

Die Bewohnerinnen der "Mama-Lounge". 
Nach getaner Pflicht muss dann aber noch ein Eis her. Also wieder rein in die Altstadt, ist ja nicht weit. Auf der Eisernen Brücke noch schnell ein Gruppenfoto...
… dann stürmen wir die Eisdiele!
So lässt es sich aushalten! Im Hintergrund die Steinerne Brücke. Den Beginn der Nachtruhe schaffen wir nicht pünktlich, aber es ist eh so heiß oben im zweiten Stock, dass noch niemand schläft, als wir zurückkehren.

Sonntag, 28. Juli: 
Wir besuchen die 10-Uhr-Messe im Dom. 

Glück gehabt: Die Bänke gegenüber der größten freihängenden Orgel der Welt sind noch frei. Zwar wird sie heute nicht von dort oben, sondern vom Altarraum aus gespielt, aber beeindruckend ist sie trotzdem. 
Und noch was: Wir fallen nicht nur durch unsere Gruppengröße (48 Leute) auf, sondern auch durchs fleißige Mitbeten und Singen. Nach der Kommunion geht der Domkapitular, Johann Ammer, zu uns her und fragt: "Wo seids'n ihr her? - Aus der Nähe vo Erding, aha. Seids ihr Ministranten? - Die ganze Bagage?" Vor dem Segen erwähnt er uns dann laut und wünscht noch einen schönen Aufenthalt in Regensburg. Da kann ja nix mehr schiefgehen!
Gruppenfoto auf dem Heimweg über die Eiserne Brücke, diesmal bei Tag.
Die "Großen" treffen letzte Vorbereitungen für die Stadtrallye...
Erste Station: Das Panorama-Kino im Museum für Bayerische Geschichte. Hier sieht man den römischen Kaiser Marc Aurel (Christoph Süß) und seinen Handlanger (Christian Springer) 179 n. Chr. Historiker sind sich zwar nicht ganz einig, ob dem Kaiser tatsächlich beim Bieseln in den Fluss Danuvius der Gedanke gekommen ist, hier das Legionslager Castra Regina zu gründen. Aber könnte durchaus sein:-)
Geschichte zum Anfassen: Porta Praetoria, das gut erhaltene Haupttor des Legionslagers.
So eine Stadtrallye macht hungrig. Vor allem auf Eis!
Abendprogramm: Spiele im Gemeinschaftsraum. Hier unser Dauerbrenner "Alle, die wo".

Montag, 29. Juli: 
Heute batiken wir Stofftaschen. Dazu werden die Taschen erst verwurschtelt, verdreht und verknotet.
Dann baden wir sie 20 Minuten in der Farbe. 




Meditative Stimmung: 20 Minuten stillsitzen, umrühren und beobachten, wie die Farbe immer intensiver wird. Leider ist es mit meiner inneren Ruhe kurzfristig vorbei, als ein Gruppenleiter mir beichtet, dass beim Eimer ausleeren zwei Löffel ins Klo gefallen sind. Aber für zwei Kugeln Eis tu ich ja viel...
Auswickeln, fertig. Sieht doch genial aus, oder?

Und immer wieder: Rundlauf. Mit oder ohne Schläger, Hauptsache Rundlauf. 
Am Nachmittag fahren wir mit der "Kristallprinzessin" 10 Kilometer donauabwärts nach Donaustauf. Die Oberministranten sichern sich die ruhigsten Plätze und genießen die Auszeit...
… und einen Eisbecher.
Kronprinz Toni I. von Bayern mit seinem dezenten Krönchen.
Über 1 Million Swarovski-Kristalle sind in und auf dem Schiff verbaut.

Zwischen den Büschen am Ufer blitzt öfter mal die Walhalla durch. 

Donaustauf mit seiner Burgruine.
Nur noch 2370 Kilometer bis zum Schwarzen Meer!
Aber so weit wollen wir heute dann doch nicht mehr. 
Wir steigen die 358 Treppenstufen zur Walhalla empor... 
… wo wir ausschnaufen und diese herrliche Aussicht genießen! 
Siegerfoto der schnellsten vier. Drei davon lassen sich dann tatsächlich noch dazu motivieren, nochmal runter und wieder raufzulaufen. 
Andere wiederum nutzen die Stufen für ein Nickerchen...
… oder suchen verzweifelt nach W-LAN:-)


Wieder unten an der Schiffsanlegestelle spürt man bei der Generation 14+ die Müdigkeit.
Die Kristallprinzessin.

Mieser Service, aber leckeres Eis. Die Mädels lassen sich nicht auf den "Jetzt hab ich grad kein Zehnerl"-Schmarrn der Bedienung ein, die keinen Bock auf Bedienen hat, und schaffen den Becher gerade noch, als wir schon wieder in Regensburg anlegen.
Souvenir. Nicht echt Kristall, aber glitzert auch schön. 
Beim anschließenden Bunten Abend führt jedes Zimmer etwas vor. Hier sieht man die fünf verschiedenen Ministranten-Typen: Übereifrig, krank, genervt, gelangweilt und müde. 
Witze als Sketch inszeniert. 
Kartentricks. 
Flachwitze-Challenge. Da bleibt kein Auge trocken! Wer mich kennt, kann sich denken, warum die folgenden Fotos nicht ganz scharf sind:








Bei den Kandidaten werden nicht nur die Augen nass!
Selbstgedichtetes Ministranten-Lied (Melodie: I'm gonna be 500 miles)
"Servus Hawedere" (DeSchoWieda) von den Oberministranten gesungen zum Schluss. Das war wirklich ein sehr gelungener Abend! Schade, dass morgen schon der letzte Tag ist, denn heute spürt man ganz deutlich den Gruppengeist.

Dienstag, 30. Juli: 
Stationenlauf am Bolzplatz: Es werden Papierflieger gebaut, ...
… Wettläufe veranstaltet, ... 


… Kräfte gemessen, ...

… eigene Gedichte gereimt, …

… und knifflige Fragen übers Ministrieren gestellt.


Vor der Siegerehrung müssen die Papierflieger noch zeigen, wie weit sie fliegen können.

Auswertung.
In der Zwischenzeit schreiben wir noch Postkarten an die Daheimgebliebenen.
Mittags bekommen wir in der Jugendherberge nix, weil schon wieder zwei neue Gruppen angereist sind, die die Kapazitäten der Küche ausreizen. Drum marschieren wir noch einmal in die Altstadt und suchen uns selber was.  
Toni und ich stoßen auf eine gelungene Freizeit an. Denn so eine entspannte, harmonische Truppe ist für uns ein absolutes Geschenk!
Abschlusskreis. Auch die Teilnehmer empfinden viel Dankbarkeit für die verbrachten vier Tage miteinander, für die neuen Bekanntschaften, die vielen Erlebnisse in der großen Gruppe, die tolle Vorbereitungsarbeit der Oberministranten, das gute Essen, den Spaß beim Spielen, das Gefühl dazuzugehören oder einfach "für ois".
Na dann: Servus. Servus, hawedere. Pfiad eich und auf Wiederschaun.
Bis zum nächstn Moi!